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In 5 Schritten zum perfekten Rasen

In 5 Schritten zum perfekten Rasen

Damit der Rasen wieder perfekt aussieht, sind nur wenige Handlungen notwendig. Hierfür eignet sich der Frühling als beste Jahreszeit, denn im April können die nötigen Vorbereitungen beginnen. Wer sich an die Tipps und Ratschläge hält, kann sich schon bald über eine schöne Rasenfläche freuen. Wie der Rasen letztendlich aussieht und wächst, entscheidet schon das Anlegen. Deshalb sollte man sich die idealen Bedingungen des Frühlings zunutze machen und die Rasenaussaat starten. Im April sind die Temperaturen noch sehr mild und der Boden ist schon gut erwärmt, was für die gleichmäßige Keimung der Grassamen verantwortlich ist. Deshalb sollte der Boden jetzt vorbereitet werden.

Schritt 1 – Die Vorbereitung des Bodens

Optimalerweise wurde der Mutterboden, der aus dem Aushub stammt, schon im Herbst gleichmäßig auf der Fläche verteilt. Denn dann hat er während der Winterzeit die Möglichkeit sich zu setzen, wodurch sich die lockeren Erdbrocken wieder zu einem Ganzen zusammen fügen. Sobald nun das Frühjahr beginnt, sollte das Areal, das zur Rasenfläche werden soll mit einem Spaten umgegraben werden. Noch besser gelingt es, wenn der Boden mit einem Kultivator flach aufgerissen wird. So kann der Boden sehr schonend aufgelockert werden und die natürliche Schicht gerät trotzdem nicht durcheinander. Falls der Boden sehr schwer, lehmig oder tonig ist, hilft die Einarbeitung von Sand und Torf dabei ihn wieder luft- und wasserdurchlässiger werden zu lassen. Ist der Boden eher sehr sandig und trocknet schnell aus, sollten Torf und Kompost untergemischt werden, um die Bodenstruktur zu verbessern. Da es auch vorkommen kann, dass viele Böden übersäuert sind, sollten sie noch vor der Aussaat mit Kalk angereichert werden. Um sicher zu gehen, kann ein pH-Test angewendet werden, der den pH-Wert, also den Säuregrad feststellt. So kann die Dosierung des Kalks optimal angepasst werden. Wenn der pH-Wert des Bodens unter einem Wert von 5,5 liegt, sollte am besten Gartendüngekalk verwendet werden. So bald geschehen, sollte die Fläche mit einem Rechen schön gleichmäßig eingeebnet werden. Nun benötigt der Boden noch ein paar Wochen Zeit, damit er sich setzen kann.

Schritt 2 – Das Planieren des Bodens

Bevor nun die Rasensaat ausgesät werden soll, sollte der Boden eine feinkrümelige Struktur besitzen. Dies gelingt sehr gut mit einer mechanischen Gartenfräse, mit ihrer Hilfe wird der Boden bearbeitet. Danach wird die Fläche nochmals mit einem Rechen eingeebnet. Falls noch Unebenheiten bestehen, können diese mit einer Holzlatte ausgeglichen werden.

Schritt 3 – Die Aussaat des Samens

Nun erfolgt die eigentliche Aussaat, wofür sich die Monate April bis Mitte Juni sowie ab Mitte August bis Anfang Oktober eignen. Die Aussaat sollte keinesfalls während der heißen Phase des Hochsommers stattfinden, da sie zu keinem guten Ergebnis führen würde. Je nachdem, welcher Rasen verwendet werden soll, kann eine beliebige Rasenmischung ausgesät werden, beispielsweise, Gebrauchs-, Schatten- oder Zierrasen. Vor der Aussaat kann die Fläche zusätzlich noch mit einem Rasendünger behandelt werden. Damit die Saat ausgewogen verteilt werden kann, sollte ein Streuwagen als Hilfsmittel benutzt werden, da das gleichmäßige Verteilen des Samens maßgeblich für den Erfolg eines dichten Rasens verantwortlich ist. Daher sollte die Aussaat auch nicht an einem windigen Tag erfolgen, weil der Samen ansonsten nicht gezielt verteilt werden kann. Nach erfolgter Arbeit muss das Rasensaatgut mit einem Rechen oder einer Walze höchstens 1 Zentimeter tief in den Boden gedrückt werden und mit Trittbretter oder einer Walze nochmals geglättet werden. Dabei ist eine behutsame Vorgehensweise angebracht, da der Boden sonst zu fest angedrückt wird, was zur Folge hätte, dass die Bewässerung den Boden nicht durchdringen kann und stattdessen den Samen fortschwemmt.

Schritt 4 – Die Pflege nach der Aussaat.

In den ersten drei Wochen, nachdem der Rasen ausgesät wurde, sollte die Fläche mit gleichmäßiger Feuchtigkeit versehen werden. So bald die Keimung beginnt, darf der Boden keinesfalls mehr austrocknen. Die Bewässerung sollte in kleinen Tropfen erfolgen, damit die zarten Pflanzen keinen Schaden erleiden oder weggespült werden.

Schritt 5 – Der erste Schnitt

ein rasenmähroboter sorgt für eine exzellente schnittleistungWenn die Grashalme eine Höhe von etwa 7 bis 10 Zentimetern erreicht haben, ist der Zeitpunkt für den ersten Schnitt erreicht. Idealerweise findet das Mähen bei bedecktem Himmel statt. Die Schnitthöhe sollte bei 5 Zentimetern liegen. Graspflanzen bilden viel Blattmasse, weil ihren Blätter hierdurch ausreichend Energie zugeführt wird, um Blüte und Fruchtbildung zu erreichen. Werden ihren Blättern abgeschnitten, wird sie daran gehindert und muss durch neue Seitentriebe diesen Umstand wieder ausgleichen. Dies ist für das Mähen vorteilhaft. Der Rasen sollte immer gleichbleibend hoch und regelmäßig geschnitten werden. Dabei ist wichtig, das er nie tiefer als bis zur aktuellen Hälfte der Wuchshöhe geschnitten werden darf, auch dann nicht, wenn er länger nicht gemäht wurde. Während der heißen Sommertage muss er nicht ganz so oft gemäht werden, wobei der Rasenschnitt immer vom Rasen entfernt werden muss. Die optimale Schnitthöhe liegt zwischen 3,5 bis 5 Zentimeter.

Wer diese 5 Schritte korrekt durchführt, erhält seinen Rasen dauerhaft gesund. Ein normaler Rasen produziert während eines Jahres 6 bis 10 Kilogramm Gras pro Quadratmeter. Da der Rasen permanent Nährstoffe benötigt, die er aus dem Boden nimmt, entziehen sie ihm diese und laugen ihn immer wieder aus. Daher sollten dem Boden regelmäßig Dünger zugeführt werden, da ansonsten das Wachstum des Rasens stagniert. Die Folge wären kahle Stellen und ein verkümmerter Rasen, der durch Unkraut und Moos unansehnlich wird.

Damit der Rasen gesund bleibt und schön aussieht, muss er also gedüngt werden. Als Empfehlung gilt die zwei- bis dreimalige Düngung pro Jahr mit einem Langzeitdünger. Diese speziellen Dünger sind sehr vorteilhaft, da der enthaltene Stickstoff nur langsam und dosiert an das Gras weitergeleitet wird und ein Stoßwachstum verhindert. Falls der Rasen während einer trockenen Periode gedüngt wird, muss er vor der Düngung bewässert werden, um den Boden bis zur Wurzel zu durchfeuchten. Das Lesen der Gebrauchsanweisung verhindert eine Über- oder Unterdosierung des Nährstoffs.

powermax 42 auf dem rasen unter einem baumAbschließend sollte der Rasen regelmäßig bewässert werden, da er ansonsten schnell ungepflegt wird und weniger dicht erscheint. Eine systematische Bewässerung ist deshalb unerlässlich, damit der Boden nicht austrocknet. Er sollte langsam und mit feinen Tropfen gegossen werden. Zur optimalen Bewässerung eignet sich eine Gießkanne besser als ein Gartenschlauch.

Auch das Vertikutieren des Rasens darf man nicht vergessen und gehört unbedingt zur Pflege hinzu. Da der Rasen gerade in den Sommermonaten schneller wächst, benötigt er während dieser Zeit auch mehr Wasser. Daher muss der Rasen im Sommer noch intensiver gepflegt werden. Falls es zu abgestorbenen Rasenresten kommt, sollten diese entfernt werden. Kahle Stellen bedürfen einer Nachsaat.

Im Frühjahr sollte der Vertikutierer den Rasen belüften, da der Boden durch Frost und Schnee schwer geworden ist. Nach dem Vertikutieren, dringen die Nährstoffe wieder besser in den Boden ein und versorgen den Rasen.

Falls eine Nachsaat erforderlich ist, sollte diese ebenfalls im Frühling durchgeführt werden. Wichtig ist, dass sie nach dem Vertikutieren erfolgt. Denn so können die Eigenschaften des Bodens und das milde Klima des Frühlings zum gesunden Wachstum beitragen, wodurch das gesamte Rasenbild wieder dicht und prachtvoll erscheint. Falls es notwendig ist, kann der Rasen im Herbst nochmals vertikutiert und nachgesät werden.

Als weiterer Tipp für eine gelungene Aussaat gilt es das Saatgut effektiv durchzumischen. Dies gelingt besonders gut, wenn die Packung noch verschlossen ist. Auf der Packung ist vermerkt, wie viel Samen pro Quadratmeter Boden verwendet werden. Eine Menge von 25 bis 30 Gramm ist ausreichend, um einen Quadratmeter mit Samen zu versorgen.

spindelmäher von gardena seitenansichtDamit der Rasen perfekt wird, muss er gerade nach der Winterzeit auftanken, damit er wieder gesund wachsen kann. Hierzu ist ein gleichmäßiger und vor allem regelmäßiger Schnitt von großer Wichtigkeit. Als Faustregel gilt, dass man zwar häufig schneidet, auf der anderen Seite die Halme nur wenig kürzt. Zweidrittel der Blattmasse sollte immer stehen bleiben. Wenn die Halme zu kurz sind, kann kaum eine Photosynthese stattfinden. Bleiben die Halme länger ist dies für das Wurzelwachstum sehr zuträglich. Sie wachsen tiefer und sind resistenter gegen Trockenheit, während die Mineralstoffaufnahme viel besser gelingt. Deshalb ist die richtige Höhe des Rasens für seine Gesundheit enorm wichtig.

So lange sich der Rasen im Wachstum befindet, darf er auch gedüngt werden. Wie schon erwähnt, kommt es im Frühjahr zum ersten Wachstumsschub. Herkömmliche Dünger enthält wichtige Stoffe, die dem Rasen einen hohen Nährwert zuführen. Dazu gehören Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium und Eisen. Die nächste Düngung erfolgt dann optimalerweise im frühen Sommer, während die letzte im August erfolgen sollte, damit der Rasen immer gut versorgt wird und es mit einer üppigen Grünfläche danken kann.

Für das gesunde Aussehen des Rasens sollte Moos keine Möglichkeit bekommen sich breit zu machen. Die Ursache für den Moosbefall ist meistens der schlechte Wasserabzug durch einen dichten und schweren Boden. Hinzu kommen Schatten, Nährstoffmangel und ein schlechter pH Wert. Auch zu kurzes Mähen ist für die Ausbreitung von Moos verantwortlich, denn der zu kurze Rasen kann aufgrund seiner geringen Blattmasse nicht mit dem zügig wachsenden Moos standhalten. Hier hilft meistens nur noch das sorgfältige Belüften der Rasenfläche. Zusätzlich kann die Zugabe von mittelkörnigem, scharfem Sand hilfreich sein, um das Moos zu vertreiben. Pro 100 Quadratmeter Rasenfläche ist ein Kubikmeter Sand vollkommen ausreichend.

Wenn sich im Rasen eine dicke, oftmals auch verfilzte Schicht aus trockenen Pflanzenresten und Unkräutern befindet, sollte schnell etwas dagegen unternehmen. Diese Schicht verhindert das Durchdringen von Wasser, Licht und wichtigen Nährstoffen zur Graswurzel. Wird nichts dagegen unternommen, stirbt der Rasen ab. Er wird braun und sieht ungepflegt aus. Um Abhilfe zu schaffen, sollte der Rasen vertikutiert werden. Durch den messerähnlichen Haken, wird Moos und Filz der Garaus gemacht. Zudem wird die Oberfläche des Bodens gelockert, welches ein positiver Nebeneffekt ist. Nach getaner Arbeit dringen alle wichtigen Nährstoffe wieder zu den Graswurzeln und versorgen sie wieder optimal.

Zur Vorbereitung des Vertikutierens sollte der Rasen auf eine Länge von circa 3 Zentimeter gekürzt werden. Danach kann der Einsatz des Vertikutierers erfolgen. Am besten geht man dabei kreuz und quer vor. Wer keinen eigenen Vertikutierer besitzt, kann im Fachhandel auch ein solches Gerät günstig mieten. Wird er richtig eingesetzt, kann die verfilzte Schicht komplett entfernt werden. Danach sollte umgehend die Gabe von Kalk erfolgen, da dieser den pH Wert reguliert und ein erneutes Auftreten von Moos verhindert.

Um einen schönen Rasen zu erhalten, ist die Wahl der Rasensaat wichtig. Je hochwertiger die Rasensaat ist, desto mehr Sorten sind ihr beigemischt. Der Rasen kann gesund wachsen und sieht auch nach längerer Zeit immer noch gepflegt aus, ist dicht und grün.

Hochwertige Rasenmischungen sind grob, belastbar und zeichnen sich durch schnelles Wachstum aus. Der Rasen ist dicht und strapazierfähig. Die Halme sind fein und verkraften auch tieferes Mähen. Das Gras fühlt sich weich an, ist pflegeleicht und anspruchslos.

Quellen:

http://www.lagerhaus.at/anleitung-zum-perfekten-rasen+2500+1070411

http://www.ndr.de/ratgeber/garten/Tipps-fuer-perfekten-Rasen,rasen120.html 

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