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Benzinrasenmäher springt nicht mehr an: Das können Sie tun!

wolf-benzin-rasenmaeherEin Benzinrasenmäher gilt seit jeher als ein höchst leistungsstarkes und zuverlässiges Gerät. Zumindest wenn es neu ist. Je nach qualitativer Wertigkeit kann es mit den Jahren durchaus auch schon mal dazu kommen, dass der Motor „bockt“, und dass es demzufolge erforderlich ist, den Starterknopf oder das Zugband – je nach Alter des Gerätes – mehrmals hintereinander zu drücken bzw. zu ziehen. Wer da nicht technisch versiert ist oder über entsprechendes handwerkliches Geschick verfügt, der guckt mitunter in die Röhre, während der Rasen stetig weiter wächst. Wissenswert ist, dass es unerlässlich ist, den Benzinrasenmäher in regelmäßigen Abständen in Augenschein zu nehmen.

Dass möglichst immer eine ausreichende Menge Benzin im Tank sein sollte, ist selbstverständlich. Was aber ist generell zu tun, wenn der Benzinrasenmäher nicht anspringt, aber wenn der Rasen unbedingt gemäht werden muss? Sich den Rasenmäher vom Nachbarn auszuleihen, ist natürlich eine durchaus praktikable Lösung. Auf der anderen Seite jedoch ist es über kurz oder lang unabdingbar, am eigenen Benzinrasenmäher Hand anzulegen und zu prüfen, wo der Fehler steckt und was die Ursache für das technische Problem ist.

Grundsätzliche Prüfung

Wir empfehlen, zunächst immer erst zu prüfen, ob sich noch genügend Benzin im Tank befindet. In Anbetracht der Tatsache, dass Benzin durchaus auch mit der Zeit verdampfen kann, wenn beispielsweise vergessen wurde, den Deckel des Benzintanks wieder richtig aufzuschrauben und der Mäher sodann länger nicht benutzt wurde. Im Zuge dessen reduziert sich die Benzinmenge stetig, sodass sich beim nächsten Starten entsprechende Probleme ergeben.

rasenmaeher-benzinImmens wichtig ist darüber hinaus die regelmäßige Inaugenscheinnahme des Ölstandes. Dieses kann – ähnlich wie beim eigenen Fahrzeug – schlicht und einfach mit dem Ölstandsmesser erfolgen. Wenn der Benzinrasenmäher längere Zeit nicht genutzt wurde, ist die Kontrolle des Ölstandes Ehrensache. Zu bedenken ist in dem Zusammenhang nämlich, dass sich das Öl insbesondere bei längeren Standzeiten, beispielsweise über den Winter, im Inneren des Gerätes in den Leitungen absetzen kann. Sind die Leitungen nicht adäquat mit Öl versorgt, verwundert es folglich nicht, dass der Mäher nicht anspringen will.

Wie ist es um die qualitative Beschaffenheit der Zündkerzen bestellt? Sicherlich müssen auch diese von Zeit zu Zeit gegen neue ersetzt werden. Wer sich diese Mühe bzw. diese – wenn auch nur geringe – „Investition“ sparen möchte, kann Folgendes versuchen: Die Zündkerze die sich üblicherweise im vorderen Teil des Benzinrasenmähers befindet, wird entnommen. Danach rupfen Sie etwas Gras aus und streichen dann fest und vorsichtig zugleich mit dem Zündkerzenkopf über das Grün. Diesen Vorgang wiederholen Sie so lange, bis die Grashalme vollständig zerrissen sind, sodass ein winziger Anteil an Flüssigkeit austritt. Ist das der Fall, benetzen Sie den Kopf der Zündkerze damit und stecken sie dann wieder in ihren ursprünglichen Standort.

Mit Blick auf die physikalische Gesetzgebung verhält es sich nämlich so, dass dieser äußerst geringe Feuchtigkeitsanteil sehr gut leitet, sodass es nun gelingen müsste, den Benzinrasenmäher zu starten. Dies ist allerdings nur dann auch gewährleistet, wenn die Ursache für das Starterproblem tatsächlich ausschließlich die Zündkerzen sind. Ansonsten muss die Suche nach der Ursache weitergehen.

Gesunde Luft – auch für den Rasenmäher

luftfilterEin Blick auf die Beschaffenheit des Luftfilters könnte ebenfalls hilfreich sein, wenn der Rasenmäher streikt. Dieses Detail ist meist eines der letzten Dinge, an die der Hobbygärtner denkt. Aber Fakt ist, dass neben Anlasser, Zündkerze und Co. insbesondere die Funktionalität des Luftfilters von zentraler Bedeutung ist. Bei benzinbetriebenen Rasenmähern älteren Baujahres kann es daher hilfreich sein, den Luftfilter gegen einen neuen auszutauschen. Wer sich dieses nicht zutraut, der ist gut beraten, im Landmaschinenhandel um Rat zu fragen.

Auch in der nächsten Autowerkstatt hilft man Ihnen mit Blick auf diese Thematik gerne weiter. Moderne Benzinrasenmäher hingegen zeichnen sich häufig sogar dadurch aus, dass der Luftfilter lediglich unter heißem Wasser abgespült oder mit dem Pinsel gereinigt werden muss. Separate Neuanschaffungen sind diesbezüglich bei den neuen Geräten somit nicht mehr erforderlich. Wie dem auch sei: Sobald der Luftfilter wieder funktionsfähig ist, sollte der Benzinrasenmäher eigentlich wieder anspringen.

Es lohnt sich, den Vergaser zu überprüfen. Insbesondere bei neu angeschafften Benzinrasenmähern kommt es immer mal wieder vor, dass der Vergaser entweder nicht ganz fest implementiert ist, oder dass er vollständig geleert ist. Insofern schadet es nicht, dieses Utensil zu prüfen und nach getaner Reparatur erneut zu versuchen, den Rasenmäher zu starten.

Ein Gefühl für den Rasenmäher

hebel-zugViele Benzinmähgeräte älteren Datums werden mit einer Zugleine betrieben. Das bedeutet, dass man an der Spitze des Seils ziehen muss, an dessen Ende sich eine Art Verschluss befindet, welcher direkt auf der Oberfläche des Rasenmähers integriert ist. Meist handelt es sich bei dem Verschluss um ein ringartiges Gebilde, das sich sehr gut mit einem oder zwei Fingern bewegen lässt. Das Problem dabei ist, dass vor allem ältere Rasenmäher häufig sehr komplex sind in ihrer Handhabung.

Eine zu hohe Zugkraft wirkt sich nachteilig auf den implementierten Startermechanismus aus. Genauso wenig effektiv ist in dieser Hinsicht ein zu schwacher Zug. Häufig kommt es außerdem sogar auf den richtigen Winkel an, in dem das Zugseil aus seiner Verankerung gelöst wird. Es ist daher von zentraler Bedeutung, dass man gewissermaßen ein Gefühl dafür bekommt, wie die Reißleine am besten gezogen wird.

Natürlich sollte ebenfalls nicht vergessen werden, die Reißleine möglichst schnell nach dem Herausziehen wieder loszulassen, ohne dabei allerdings mit zu viel Hektik zu Werke zu gehen. Eben dies kann ebenfalls von Nachteil für das Starter-System bzw. für den Anlasser sein. Ziehen Sie überdies nicht zu häufig an dem Zugseil, wenn es bei den ersten Malen einmal nicht klappt. Lassen Sie sich Zeit und gehen Sie unbedingt mit Fingerspitzengefühl zu Werke.

Viele Kleinigkeiten sind zu beachten

Lange Standzeiten können sich nachteilig auf Benzinrasenmäher auswirken. Diesbezüglich kommt es zum Beispiel häufig vor, dass sich das Öl „setzt“ und somit nach dem erneuten Anlassen an Schmierfähigkeit verliert. Außerdem sollten Sie nach einer langen Standzeit – besonders im Frühling nach der Winterpause tritt das Problem des „bockigen Rasenmähers“ häufig auf – stets den Benzinstand überprüfen. Nicht nur, dass der Rasenmäher generell ohne Benzin gar nicht erst anspringt, sondern leere Leitungen, die Sie immer wieder mit dem Startknopf oder dem Zugseil in Bewegung setzen, können aufgrund der mangelnden Schmiere rasch Schaden nehmen.

Überhaupt zeigt sich immer wieder, dass der Benzinrasenmäher nach der Winterpause nicht von jedem Verwender vor der ersten Inbetriebnahme gecheckt wird, sodass hin und wieder gar ein Motorschaden am Gerät auftritt. Fakt ist, dass ein Benzin betriebener Rasenmäher buchstäblich mit Samthandschuhen angefasst werden will.

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