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Rasendünger Test 2017 • Die 10 besten Rasendünger im Vergleich

Compo 13112 Rasendünger mit Langzeitwirkung 20 kg für 750 m²Ein schöner, gesunder und saftig grüner Rasen ist eine Augenweide und das Ziel aller Gartenbesitzer.

Aus diesem Grund sollte schon bei der Neuanlage der Grünfläche berücksichtigt werden, welchen Anforderungen sie standhalten soll, und eine entsprechende Rasensaat gewählt werden. In der nachfolgenden Zeit sorgen Rasendünger für eine ausreichende Nährstoffversorgung des Rasens.

Wir haben in unserem Rasendünger Test 2017 verschiedene Rasendünger in Hinblick auf Ihre Wirksamkeit geprüft und dabei verschiedene Bewertungsmaßstäbe zugrunde gelegt.

Die folgende Tabelle bietet eine Übersicht unserer zehn Rasendünger Vergleich-Testsieger. Direkt darunter informieren wir Sie in einem umfangreichen Produktbericht, wie wir bei der Bewertung vorgegangen sind und worauf wir besonders geachtet haben.

Außerdem haben wir noch interessante Fakten rund um den Rasendünger ergänzt.

 

Rasendünger Bestenliste 2017

Letzte Aktualisierung am: 25.7.2017

 WOLF-Garten Rasen- Langzeitdünger wirkt jetzt noch effektiver.Mit dem Substral Rasen Dünger mit Langzeitwirkung haben sie einen Qualitäts-Rasendünger für alle Rasenarten mit einer Langzeitwirkung von 2 bis 3 Monaten.Organischer NPK-Dünger 8-4-0,5<br /> Sorgt für ein gesundes, kraftvolles Gräserwachstum. Führt zu einem sattgrünen, strapazierfähigen Rasen.EG-DÜNGEMITTEL. NPK(MgO)-Dünger der Isobutylidendiharnstoff enthält 15+5+8 (+3).Organischer NPK-Dünger 9-3-5 hergestellt unter Verwendung von tierischen Nebenprodukten, Fermentationsrückständen pflanzlicher Herkunft, pflanzlichen Stoffen und lebenden Mikroorganismen für den Haus- und Kleingarten.Ein sofort und langfristig wirkender Rasendünger mit Eisen in Chelatform, welches Verfärbungen auf Pflaster und Kleidung verhindert.Profigreen Areal ist für Sportrasenflächen wie Fußball-, Hockey-, Golf-, Tennis-, sowie Zierrasenflächen, Liege– und Gymnastikwiesen geeignet.15 % N Gesamtstickstoff 15 % P2O5 neutral-ammoncitratlösliches und wasserlösliche P2O5 15 % K2O Kaliumoxid wasserlöslich (+2% Schwefel) Anwendungsgebiet: • Blühpflanzen • Grünpflanzen • Rasenflächen • Obst • Gemüse • Getreide.Dieser NPK Rasen Volldünger sorgt durch seinen angepassten Stockstoffgehalt für ein schnelles und gesundes Wachstum.Organisch-mineralischer NPK-Rasendünger mit Magnesium und Schwefel.

WOLF-Garten 2-in-1: Unkrautvernichter plus Rasendünger SQ 450; 3840745

Substral Rasen-Dünger m. Langzeitwirkung 375 m² - 7,5 kg

Oscorna Rasaflor Rasendünger 10,5kg

Compo 13112 Rasendünger mit Langzeitwirkung 20 kg für 750 m²

Neudorff 00139 Azet Rasendünger, 20 kg

Cuxin Rasendünger Spezial Minigran 20kg

25 kg Premium Rasendünger mit Sofortwirkung 900m² Beckmann Profi FREI HAUS

25 kg NPK Volldünger 15 x 15 x 15 Rasendünger Dünger Profidünger

Rasendünger Universal, 25 kg für Frühjahr Sommer und Herbst

30 kg Rasendünger (4 x 7,5 kg) mineralisch oganisch

 Bewertung1,11,31,41,61,71,92,02,12,32,5
MarkeWOLF-GartenSubstralOscornaCOMPONeudorffCuxinBeckmann Profik.A.k.A.Profigreen
Artikelgewicht9 Kg7,5 Kg10,5 Kg20 Kg20 Kg20 Kg25 Kg25 Kg25 Kg30 Kg (4 x 7,5 Kg)
Gewicht inkl. Verpackung9 Kg8 Kg11 Kg20,5 Kg20,5 Kg20,5 Kg27 Kg27 Kg26 Kg32 Kg
VerpackungsartFolienbeutelFolienbeutelFoliensackFoliensackFoliensackKartonFoliensackFoliensackFoliensackFoliensack
Reichweite450 m²375 m²210 m²750 m²400 m²circa 500 m²circa 900 m²k.A.circa 500 – 800 m²circa 300 – 600 m²
AnwendungszeitMai bis September (empfohlen: Mai, August bis September); nicht im AnsaatjahrMärz bis August (empfohlen: März/April, Mai bis August)März bis Oktober (empfohlen: März/April, Juli/August, Oktober/November)März/April; 1-2 mal Mai bis August; November bis Mitte DezemberApril bis September (empfohlen: April, Juni, August/September)Februar bis OktoberApril bis August (Mai, August bis September)k.A.Februar bis OktoberMärz/April bis August
Düngerwirkungbis 100 Tagebis 90 Tagek.A.bis 90 TageLangzeitwirkungmindestens 100 Tage4 bis 6 WochenMittel- bis Langzeitk.A.Langzeitwirkung
UmweltfreundlichGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner HakenGrüner Haken
Nährstoffgehalt22 % Stickstoff, 5 % Phosphat, 5 % Kaliumoxid, 0,8 % 2,4-Dichlorpheno-xyessigsäure (2,4-D), 0,12 % 3,6-Dichlor-2-methoxybenzoesäure23 % Stickstoff, 6 % Phosphat, 11 % Kaliumoxid; chloridarm8 % Stickstoff, 4 % Phosphat, 0,5 % Kaliumoxid15 % Stickstoff, 5 % Phosphat, 3 % Isobutylidendiharnstoff (ISODUR®-Stickstoff); chloridarm 15+5+8(+3)9 % Stickstoff, 3 % Phosphat, 5 % Kaliumoxid12 % Stickstoff, 4 % Phosphat, 6 % Kaliumoxid, 2 % Magnesiumoxid, 0,1 % Eisenchelat20 % Stickstoff, 6 % Phosphat, 11 % Kaliumoxid, 2 % Magnesiumoxid, 2 % Schwefel15 % Stickstoff, 15 % Phosphat, 15 % Kaliumchlorid, 2 % Schwefel15 % Stickstoff, 10 % Phosphat, 10 % Kaliumoxid, 2 % Magnesiumoxid7 % Stickstoff, 5 % Phosphat, 5 % Kaliumoxid, 2 % Schwefel
Besonderheiten

  • 2-in-1-Funktion: stärkt den Rasen und bekämpft Unkräuter
  • Sofortwirkung: erste sichtbare Wirkung nach zwei bis drei Wochen
  • Langzeitwirkung: gleichmäßige Düngerfreisetzung für bis zu 100 Tage
  • Haustierfreundlich: unbedenklich für Hunde und Katzen
  • Granulat: für Streuwagen geeignet
  • Umweltfreundlich: chloridarm

  • Nährstofflieferant: stärkt den Rasen und unterstützt das Wachstum
  • Sonnenschutz: kein Verbrennen des Rasens
  • Sofortwirkung: erste sichtbare Wirkung nach drei Wochen
  • Langzeitwirkung: gleichmäßige Düngerfreisetzung für zwei bis drei Monate
  • Granulat: für Streuwagen geeignet
  • Umweltfreundlich: chloridarm

  • Nährstofflieferant: stärkt den Rasen und unterstützt das Wachstum
  • Haustierfreundlich: unbedenklich für Hunde und Katzen
  • Nachhaltig: in Deutschland produziert und vertrieben
  • Umweltfreundlich: natürliche Rohstoffe
  • Granulat: für Streuwagen geeignet

  • Sonnenschutz: kein Verbrennen des Rasens
  • Nährstofflieferant: stärkt den Rasen und unterstützt das Wachstum
  • Kurzzeitwirkung: sichtbare Ergebnisse nach gut 2 Wochen
  • Langzeitwirkung: gleichmäßige Düngerfreisetzung für 2 bis 3 Monate
  • Granulat: für Streuwagen geeignet
  • Umweltfreundlich: chloridarm

  • Sofortwirkung: erste sichtbare Wirkung nach drei Wochen
  • Langzeitwirkung: gleichmäßige Düngerfreisetzung
  • Haustierfreundlich: unbedenklich für Hunde und Katzen
  • Mit belebenden Bodenorganismen
  • Granulat: für Streuwagen geeignet
  • Umweltfreundlich: organische Inhaltsstoffe

  • Nährstofflieferant: stärkt den Rasen und unterstützt das Wachstum
  • Sofortwirkung: erste sichtbare Wirkung nach zwei bis drei Wochen
  • Langzeitwirkung: gleichmäßige Düngerfreisetzung
  • Sonnenschutz: kein Verbrennen des Rasens
  • Keine Eisenverfärbungen: Eisen ist chelatgebunden
  • Granulat: für Streuwagen geeignet

  • Sofortwirkung: erste sichtbare Wirkung nach ein bis zwei Wochen
  • Langzeitwirkung: gleichmäßige Düngerfreisetzung für vier bis sechs Wochen
  • Lückenfüller: repariert Kahlstellen
  • Geruchsneutral: entwickelt keinen Geruch
  • Lagerfähig: mehrere Jahre haltbar
  • Granulat: für Streuwagen geeignet

  • Sofortwirkung: erste sichtbare Wirkung nach wenigen Tagen
  • Granulat: für Streuwagen geeignet
  • Anwendungsgebiet: • Blühpflanzen • Grünpflanzen • Rasenflächen • Obst • Gemüse • Getreide
  • Idealer Dünger um Wachstum, Farbintensität, Dichte des Rasens zu verbessern
  • Günstig: gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

  • Nährstofflieferant: stärkt den Rasen und unterstützt das Wachstum
  • Sofortwirkung: erste sichtbare Wirkung nach gut ein bis zwei Wochen
  • Granulat: für Streuwagen geeignet
  • Für ein schnelles und gesundes Wachstum
  • Günstig: gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

  • Sofortwirkung: erste sichtbare Wirkung nach zwei bis drei Wochen
  • Langzeitwirkung: gleichmäßige Düngerfreisetzung für mehrere Wochen
  • Haustierfreundlich: unbedenklich für Hunde und Katzen
  • Geruch: angenehmer Geruch nach Kakaoschalen
  • Praktisch: Lieferung in vier Folienbeuteln zu je 7,5 Kilogramm
  • Günstig: gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Funktionen
Komfort & Handhabung
Preis- / Leistung
ProduktberichtProduktberichtProduktberichtProduktberichtProduktberichtProduktberichtProduktberichtProduktberichtProduktberichtProduktberichtProduktbericht
Preis
ab 44,95 Euro ab 22,21 Euro ab 23,95 Euro ab 39,99 Euro ab 36,98 Euro ab 36,00 Euro ab 59,90 Euro - nicht verfügbar - ab 24,95 Euro ab 24,99 Euro
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Das Wichtigste in Kürze

Rasendünger lassen sich aus verschiedenen Rohstoffen herstellen.

WOLF-Garten 2-in-1: Unkrautvernichter plus Rasendünger SQ 450; 3840745Es gibt mineralische, organische und organisch-mineralische Rasendünger.

Bei mineralischen Rasendüngern werden die Rohstoffe synthetisch hergestellt. Sie setzen ihre Wirkung direkt frei und wirken sehr schnell.

Organische Dünger verwenden natürliche Rohstoffe, die erst durch das Einwirken von Bodenorganismen ihre Wirkung freisetzen. Sie fördern das Graswachstum langfristig.

Organisch-mineralische Dünger kombinieren beide Rohstoffarten. Sie wirken somit zu Beginn der Düngergabe und auch langfristig.

Rasendünger fördern das Wachstum des Rasens und stärken seine Struktur. Dadurch unterdrücken sie gleichzeitig das Wachstum von Unkraut.

Was ist ein Rasendünger?

Ein Rasendünger besteht aus organischen oder mineralischen Verbindungen, die dem Rasen als Nährstoffe dienen. Dabei handelt es sich in der Regel um Stickstoff, Phosphor und Kalium, häufig finden sich auch Beigaben von Magnesium, Calcium und Schwefel.

All diese Nährstoffe stärken das Gras gegen schädigende Einflüsse und sorgen für einen kräftigen, gesunden Wuchs. Die Wirkung eines Rasendüngers ist neben den Inhaltsstoffen auch abhängig vom Zeitpunkt der Ausbringung.

Wie funktioniert ein Rasendünger?

Für eine gesunde, saftig grüne und robuste Rasenfläche benötigt das Gras Nährstoffe. Dazu gehören in erster Linie Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K), die auch als Kernnährelemente bezeichnet werden. Außerdem benötigt der Rasen Schwefel, Calcium und Magnesium.

Diese Nährstoffe sind zwar in den meisten Böden enthalten, aber nicht immer in der richtigen Menge zur richtigen Zeit.

Die fehlenden Nährstoffe liefern Dünger. In den sogenannten Volldüngern sind die drei Kernnährelemente in einem bestimmten Verhältnis kombiniert. Jeder Nährstoff erfüllt bestimmte Aufgaben und sein Fehlen führt zu einem oft sichtbaren Mangel.

  • Stickstoff (N)
  • Phosphor (P)
  • Kalium (K)
  • Calcium (Ca)
  • Magnesium (Mg)
  • Schwefel (S)
 Stickstoff (N) fördert das Wachstum des Grases und die Fotosynthese, im Boden dient es Bodenorganismen als Nährstoffquelle. Bei einer unzureichenden Versorgung wächst das Gras nur wenig und zeigt eine blassgrüne Farbe.
 Phosphor (P) sorgt für die Bildung von Samen und ein kräftiges Wurzelwachstum. Ein Mangel zeigt sich in kümmerlichen Wuchs und steifem Gras.
 Kalium (K) steuert den Wasserhaushalt, stärkt das Gewebe und beeinflusst die Fotosynthese. Außerdem stärkt es die Pflanzen gegenüber Frost. Bei einer Unterversorgung ist das Wachstum schwach und das Gras geht bei widrigen Umwelteinflüssen schneller ein.
 Calcium (Ca) ist Bestandteil der Zellwände und reguliert wie Kalium den Wasserhaushalt. Im Boden sorgt es für den Erhalt der Krümelstruktur und fördert damit die Bodengare. Außerdem reguliert es den pH-Wert des Bodens. Ein Mangel äußert sich in schwachem Wurzelwachstum und einer Gelbfärbung der Gräser.
 Magnesium (Mg) verbessert das Wachstum und die Qualität des Grases. Zu wenig Magnesium schränkt die Wurzelbildung ein und führt zu einer Gelbfärbung des Grases.
Schwefel (S) ist am Energiestoffwechsel beteiligt. Bei einer Unterversorgung wird das Gras holzig und gelb.

Compo 13112 Rasendünger mit Langzeitwirkung 20 kg für 750 m²Besonders effizient wirken Langzeitdünger. Diese versorgen den Rasen immer dann mit den nötigen Wirkstoffen, wenn er diese auch benötigt.

Dadurch wächst er nicht schlagartig bei der Düngergabe, sondern langsam und gesund über einen längeren Zeitraum. Gleichzeitig verbraucht er den Großteil des jeweils freigesetzten Stickstoffs, der ansonsten leicht aus dem Boden ausgewaschen und ins Grundwasser gelangen würde.

Organische Nährstoffe haben von Natur aus eine Langzeitwirkung. Darüber hinaus haben die Hersteller der Rasendünger verschiedene Technologien entwickelt. So werden die Wirkstoffe beispielsweise von einer Hülle umschlossen, die bei den gleichen Umgebungsbedingungen aktiviert wird, die auch das Wachstum des Rasens begünstigen.

Vorteile und Anwendungsbereiche

Rasen-HausRasendünger bieten eine hervorragende Grundlage für ein gesundes und kräftiges Wachstum des Grases. Jährlich werden zwischen zwei bis drei Düngergaben empfohlen. Sie sollten immer dann gegeben werden, wenn das Gras auf Nährstoffe angewiesen ist.

Im Frühjahr versorgt die Erstgabe den Boden nach den Strapazen des Winters mit frischen Nährstoffen und fördert damit auch das Wachstum des Grases. Im Sommer stärken ein bis zwei Düngergaben das Gras gegen die Einflüsse des Sommers wie starke Sonnenstrahlung, Austrocknen und Betreten. Zusätzlich kann noch einmal eine Herbstdüngung gegeben werden.

Hierbei sollte ein Dünger mit hohem Kaliumanteil verwendet werden, da dies dem Gras unter anderem Kraft gegen Frost verleiht. Weitere Einsatzfelder für Rasendünger sind kahle Stellen, die sich damit einfach reparieren lassen.

Welche Arten von Rasendüngern sind erhältlich? Vorteile und Nachteile

Natürlich möchten wir in unserem Rasendünger Test auch die verschiedenen Arten von Rasendüngern vorstellen.

  • Organische Dünger
  • Mineralische Dünger
  • Organisch-mineralische Dünger
Organische Dünger kommen bereits seit vielen Jahrtausenden in der Landwirtschaft zum Einsatz. Sie bestehen aus natürlichen tierischen und pflanzlichen Rohstoffen. Beispiele für organische Dünger sind Guano, Hornspäne und Kompost. Ihre Wirkung entfalten die organischen Dünger erst, nachdem sie von Bodenorganismen zersetzt worden sind. Auf diese Weise werden die Nährstoffe sehr gezielt und über einen langen Zeitraum freigesetzt. Organische Dünger sind sehr umweltverträglich und stellen auch keine Gefährdung für Kinder, Haustiere und Wildtiere dar.
In mineralischen Düngern kommen unter anderem bergmännisch gewonnene Kalisalze und künstlich hergestellte Rohstoffe zum Einsatz. Letzteren verdanken die mineralischen Dünger auch die Bezeichnung Kunstdünger. Beim Einsatz von mineralischen Düngern gelangen die Wirkstoffe direkt in den Boden, sodass bereits zwei bis drei Tage später erste Ergebnisse zu sehen sind. Allerdings sind die Nährstoffe auf diese Weise auch recht schnell wieder verbraucht. Besonders problematisch ist dabei, dass überschüssiger Stickstoff leicht aus dem Boden ausgewaschen wird und auf diesem Weg in das Grundwasser gelangt.
Organisch-mineralische Dünger sind, wie der Name schon vermuten lässt, eine Kombination aus organischem und mineralischem Dünger. Diese Dünger bringen somit sowohl die Kurzeitwirkung der mineralischen als auch die Langzeitwirkung der organischen Dünger mit. Sie stellen deshalb einen guten Kompromiss zwischen den beiden Düngerarten dar und eignen sich besonders für Hobbygärtner, die möglichst schnell und einfach Ergebnisse bei ihrem Rasen erzielen möchten.

Viele Hersteller bieten auch Dünger mit zusätzlichen Wirkungen an. Dazu gehören Rasendünger mit Unkrautvernichter und Rasendünger mit Moosvernichter. Sowohl Moose als auch Unkräuter entziehen dem Boden Nährstoffe, die dann dem Rasen beim Wachsen fehlen. Die meisten dieser Dünger verfügen über eine Langzeitwirkung und sorgen dauerhaft für eine gesunde und freie Rasenfläche.

Eine Alternative zu den festen Düngern bieten die Flüssigdünger. Diese sind in der Regel teurer als die festen Dünger und werden vor allem auf großen, stark genutzten Flächen ausgebracht. Auch hier können die Nährstoffe entweder organisch, mineralisch oder organisch-mineralisch sein.

Der große Vorteil an Flüssigdüngern ist, dass sie direkt in den Boden eindringen und so sehr schnell zu wirken beginnen.

Allerdings erfordert dies auch große Sorgfalt beim Ausbringen des Düngers. Deshalb liefern viele Hersteller den Flüssigdünger in Verpackungen, an denen sich ein Gartenschlauch anschließen lässt.Substral Rasen-Dünger m. Langzeitwirkung 375 m² - 7,5 kg

Die Vorteile eines Rasendüngers

  • Nährstoffe: versorgt den Boden mit Stickstoff, Phosphor und Kalium
  • Unkrautverdrängung: stärkt das Gras und unterdrückt so das Unkrautwachstum
  • Kurzzeitwirkung: beschleunigt bei der Startdüngung das Wachstum
  • Langzeitwirkung: setzt die Nährstoffe gezielt frei
  • Granulat: in der Regel mit Streuwagen, Universalstreuer und per Hand verteilbar
  • Lagerfähigkeit: oft über mehrere Jahre haltbar
  • Geruch: nur bei Bioprodukten, verfliegt innerhalb weniger Tage
  • Kombiprodukte: verdrängen zusätzlich Unkraut oder Moos

Die Nachteile eines Rasendüngers

  • unter Umständen Überdüngung möglich

So haben wir die Rasendünger getestet

Bei unserem Rasendünger Test 2017 haben wir eine große Zahl unterschiedlicher Rasendünger begutachtet und dabei verschieden Aspekte in Augenschein genommen. Welche das genau waren, erfahren Sie in der folgenden Beschreibung.

  • Granulat
  • Zusammensetzung
  • Wirkung
  • Haustierverträglichkeit
  • Besonderheiten
  • Reichweite
  • Nährstoffgehalt
  • Verpackung
  • Service

Die Größe des Granulats ist entscheidend für die Ausbringung des Düngers und seine Verteilung. Je kleiner die Korngröße ist, desto besser verteilt sich das Düngemittel im Boden.

Ist es gleichzeitig noch homogen aus den Nährstoffen zusammengesetzt, sorgt es außerdem für deren optimale Verteilung. Beim Ausbringen mit dem Streuwagen ist es bei heterogenen Gemischen wichtig, dass die jeweiligen Granalien eine ähnliche Größe haben.

Bei der Zusammensetzung gibt es Unterschiede in Bezug auf die Rohstoffe. Diese können entweder organisch oder mineralisch sein. Interessant ist dabei die Art der Vermischung.

Einige Hersteller erreichen eine sehr einheitliche Durchmischung, während bei anderen die Größen der Granalien deutliche variieren können. In solchen Fällen können die Dünger nur mit der Hand ausgebracht werden, da die Verteilung mit dem Streuwagen nicht einheitlich wäre.

Bei den Rasendüngern spielt die Zeit, in der sie wirken, eine entscheidende Rolle. Mineralische und organisch-mineralische Dünger zeigen schon kurz nach dem Einbringen in den Boden eine deutliche Wirkung.

Zusätzlich zur unmittelbaren Wirkung ist aber auch die lang anhaltende Wirkung wesentlich. Hier überzeugen die organischen und erneut die organisch-mineralischen Dünger.

Die in unserem Rasendünger Test untersuchten organischen Dünger sind ausnahmslos harmlos für Kinder und Haustiere. Zum Schutz des Rasens sollten sie dennoch bis zum ersten Wässern von der Rasenfläche ferngehalten werden.

Ansonsten könnte der Dünger beim Begehen aufgeschleudert und verteilt werden. Bei den nicht rein organischen Düngern sind jeweils die Herstellerangaben zu berücksichtigen.

Viele Hersteller, die in unserem Rasendünger Test von uns untersucht wurden, haben für ihre Dünger spezielle Technologien entwickelt. Diese sorgen in der Regel für eine verzögerte Freisetzung der Nährstoffe und damit für eine lang anhaltende Wirkung des Düngers.

Andere verbessern außerdem die Eindringtiefe der Düngergranalien in den Boden und verhindern so deren ungewollte Verteilung beim Rechen, Wässern oder Mähen. Die entsprechenden Besonderheiten haben wir bei der Besprechung der jeweiligen Rasendünger immer hervorgehoben und erläutert.

Die Angabe der vom Hersteller angegebenen Reichweite muss an die individuellen Bedingungen angepasst werden. Dies liegt daran, dass es beispielsweise Mengenunterschiede bei der Erstgabe im Frühjahr und den nachfolgenden Düngungen im Sommer gibt.

Die maximale Reichweite auf der Verpackung bezieht sich also auf den Einsatz der geringsten möglichen Menge.

Bei den von uns untersuchten Rasendüngern handelt es sich ausschließlich um Volldünger mit den drei wichtigen Nährelementen Stickstoff, Phosphor und Kalium. Hier gibt es zum Teil große Unterschiede in dem Verhältnis der Stoffe zueinander.

Dies ist auf unterschiedliche Faktoren wie zum Beispiel die Art und Weise der Nährstofffreisetzung und die Zusammensetzung der Dünger zurückzuführen.

Da wir in unserem Rasendünger Test vor allem größere Verpackungsgrößen gewählt haben, war uns bei der Verpackung wichtig, dass diese geeignet ist, den Rasendünger für einen längeren Zeitraum zu lagern, ohne gleichzeitig deutlichen Einfluss auf das Gewicht des Artikels zu nehmen.

Diesen Ansprüchen genügen vor allem bei den Einheiten ab zehn Kilogramm stabile Kunststoffverpackungen, während bei kleineren Einheiten auch Kartons eine angenehme Lösung sind.

Bei unserem Rasendünger Test haben wir auch den Service der einzelnen Hersteller berücksichtigt. Viele bieten auf ihrer Webseite umfangreiche Ratgeber, lexikalische Einträge oder die Möglichkeit, den Kundendienst mit speziellen Fragen zu kontaktieren.

Diese Angebote sind eine große Hilfestellung und lassen bei Problemen mit dem Rasen kaum eine Frage offen. Sehr bequem ist es auch, wenn verschiedene Produkte aufeinander abgestimmt sind und sich so sinnvoll kombinieren lassen.

Worauf muss ich beim Kauf eines Rasendüngers achten?

rasen6Aus der umfangreichen Liste der von uns verwendeten Testkriterien wird ersichtlich, dass es eine Menge beim Kauf eines Rasendüngers zu beachten gibt. Für uns war wichtig, dass die Bestellung unproblematisch abläuft und der Dünger in einer intakten lagerfähigen Verpackung ankommt.

Weiterhin spielten die Herstellerangaben eine wichtige Rolle. Die Angabe der Reichweite ist auf jeden Fall zu prüfen und mit den eigenen Bedürfnissen abzugleichen, da sie sich auf einen minimalen Verbrauch bezieht.

Interessant sind die Angaben zur Wirkungsweise der einzelnen Dünger: zur Langzeit- oder Kurzzeitwirkung sowie zu eventuellen Zusatzwirkungen. Für alle, die Kinder und Haustiere haben, ist natürlich ebenfalls entscheidend, ob diese bei der Verwendung des Düngers gefährdet werden.

Kurzinformationen zu führenden Herstellern von Rasendüngern

Es gibt mehrere Hersteller von Rasendüngern, die sich zum Teil erheblich in der Ausrichtung ihres Angebotes im Allgemeinen und in Bezug auf die Zusammensetzung ihrer Dünger im Speziellen unterscheiden. Einige von ihnen bieten ein reiches Programm an Gartenartikeln, andere sind auf den Bereich Dünger und Boden spezialisiert und wieder andere setzen den Schwerpunkt auf ökologischen Landbau. Viele dieser Anbieter bedienen demnach unterschiedliche Kundengruppen und -interessen.

In unserem Rasendünger Test 2017 möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über die führenden Hersteller in diesem Bereich geben.

  • Beckmann Profi
  • Compo
  • Cuxin
  • Neudorff
  • Oscorna
  • Substral
  • WOLF-Garten
Die vor mehr als 40 Jahren gegründete Beckmann & Brehm GmbH befindet sich seit der Gründung im Familienbesitz. Seinen Sitz hat das auf die Produktion von Bodenverbesserern und Düngemitteln spezialisierte Unternehmen im niedersächsischen Beckeln. Zum Sortiment gehören vier Marken, die verschiedene Bereiche abdecken.

Beckmann IM GARTEN richtet sich mit seinen Produkten zur Rasenpflege an Hobbygärtner, während Beckmann Profi sich auf die Bedürfnisse gewerblicher Gärtner konzentriert. Produkte für die biologische Landwirtschaft finden sich unter der Marke Solvita. Abgerundet wird das Angebot durch die Beckmann Flüssigdünger.

Die im westfälischen Münster ansässige Compo GmbH wurde 1956 als Sprenger und Todenhagen KG gegründet. Im selben Jahr brachte die Firma mit Compo Sana die erste Blumenerde für den privaten Gebrauch auf den Markt. Elf Jahre später erfolgte die Gründung von Compo als Gemeinschaftsunternehmen mit der Salzdetfurth AG (heute K+S AG), die 1971 die gesamten Anteile übernahm.

1972 führte Compo den innovativen Langzeitdünger Floranid ein, dessen Wirkung bis heute auf der Verwendung von Isodur®-Stickstoff basiert. Im Jahr 2011 wurde Compo von der K+S AG an die Private Equity-Gesellschaft Triton Partners verkauft und agiert seitdem konzernunabhängig. Das Sortiment umfasst unter anderem Dünger, Erden und Rasensamen.

Die Geschichte der Deutsche Cuxin Marketing GmbH (DCM) begann im Jahr 1895, als Johann Johannsen unter seinem Namen eine Firma zum Getreidehandel und zur Getreidelagerung gründete. Die Marke Cuxin wurde in den 1970er Jahren von der dritten Generation aufgebaut und verweist mit ihrem Namen auf den Landkreis Cuxhaven.

Im Jahr 1999 korporierte das Unternehmen mit dem Düngemittelhersteller De Ceuster Meststoffen (DCM Belgien) und gründete daraufhin die Cuxin DCM. Heute bietet das Familienunternehmen unter anderem Bodenhilfsstoffe, Erden und Kalk sowie die nach dem patentierten MINIGRAN®-Verfahren hergestellten Dünger an.

Die W. Neudorff GmbH KG wurde von dem Färber Wilhelm Neudorff in Königsberg zur Produktion von Tierpflegeprodukten und Pflanzenschutzmitteln gegründet. Etwas über ein Jahrhundert später, im Jahr 1959, erwarb Rudolf Lohmann die Firma und baute sie in Emmerthal zu der heute bekannten Form aus.

Seitdem entwickelt Neudorff kontinuierlich umweltschonende Produkte für den Gebrauch im heimischen Garten. Das Angebot umfasst Kompostierhilfen, Pflanzenschutzmittel, organische Dünger und seit einigen Jahren auch Nisthilfen. Zusätzlich können Nützlinge zur Bekämpfung von Schädlingen bestellt werden.

Ihren Ursprung hat die Ulmer Oscorna-Dünger GmbH & Co. KG in einem 1935 gegründeten Unternehmen, das zum Nebenerwerb organische Dünger aus Rinderhufen und Hörnern mit einem Stickstoffgehalt von 14 % herstellte. 1945 festigte der neue Gesellschafter Robert Schulmeister den Grundsatz, bei Oscorna ausschließlich umweltverträgliche Dünger zu produzieren und in diesem Zusammenhang auch auf eine nachhaltige Produktion zu achten.

Seit 2006 verzichtet Oscorna auf die Produktion von organisch-mineralischen Düngern und verarbeitet ausschließlich Rohstoffe auf natürlicher Basis. Zum Angebot gehören Dünger, Bodenaktivatoren und Kompostierhilfen.

Die Geburtsstunde von Substral liegt im Jahr 1953. In diesem Jahr stellte Hans Smith, ein Däne, auf einer Gartenausstellung im Forum Kopenhagen einen Dünger für Topfpflanzen vor. Dieser wirkte so überzeugend, dass er schnell Einzug in die dänischen Haushalte fand. Bereits kurze Zeit später wurde der Dünger auch außerhalb Dänemarks vertrieben.

Heute ist Substral eine der Dachmarken der amerikanischen Scotts Miracle-Gro Company und wird von der deutschen Tochter Scotts Celaflor in Wals nahe Salzburg vertrieben. Das Angebot umfasst zahlreiche Dünger für Blumen, Gemüse, Koniferen, Obst, Sträucher und Rasen sowie verschiedene, mit Nährstoffen angereicherte Erden.

Das im Jahr 1922 in rheinland-pfälzischen Betzdorf von August Wolf und seinen Söhnen gegründete Unternehmen war ursprünglich eine Fabrik für Eisenwaren. Über die Entwicklung zahlreicher Innovationen – von der Ziehhacke über den ersten Elektrorasenmäher bis hin zum geräuschärmsten Benzinrasenmäher – eroberte das Unternehmen zunehmend den „grünen Bereich“.

Dieser Entwicklung wurde schließlich durch die Umbenennung in WOLF-Garten Rechnung getragen. Seit 2009 ist WOLF-Garten eine Marke der amerikanischen MTD-Gruppe. Zum umfassenden Angebot gehören unter anderem Saatgut, Dünger, Rasenmäher, Grasscheren und Streuhilfen.

Internet versus Fachhandel: Wo kaufe ich meinen Rasendünger am besten?

Compo 13112 Rasendünger mit Langzeitwirkung 20 kg für 750 m²Rasendünger werden im Gartenfachhandel, in der Gartenabteilung von Baumärkten und natürlich bei diversen Onlinehändlern angeboten. Die Frage, ob Sie den Rasendünger bevorzugt im Fachhandel oder doch besser im Internet kaufen sollten, ist nicht einfach zu beantworten. Für beide Varianten gibt es gute Gründe. Deshalb haben wir bei unserem Rasendünger Test beide Möglichkeiten geprüft und möchten im Folgenden unsere Erfahrungen mit Ihnen teilen.

Gerade bei einer Neuanlage oder Reparatur des Rasens scheint der Besuch eines örtlichen Fachhandels vielen Gärtnern als praktisch und sinnvoll. Hier lassen sich schließlich neben dem Rasendünger auch alle weiteren Utensilien zusammentragen. Außerdem besteht die Möglichkeit, bei Bedarf direkt vor Ort eine fachliche Beratung in Anspruch zu nehmen. Bei dieser können Fragen zu besonderen Umgebungsbedingungen oder besonderen Untergründen schnell und unkompliziert geklärt werden.

Ebenso können konkrete Probleme wie Unkrautbefall, schwacher Wuchs oder Verfärbung der Gräser angesprochen und gemeinsam mit dem Berater ein geeignetes Mittel gewählt werden. All dies setzt natürlich eine kompetente Fachkraft mit Zeit zur intensiven Beratung voraus. Da diese vor allem in den Baumärkten immer seltener zu finden sind, lohnt auf jeden Fall ein Blick ins Internet.

Oscorna Rasaflor Rasendünger 10,5kgIm Internet ersetzen zahlreiche Ratgeber die Beratung des Verkäufers. Es gibt diverse Webseiten, die sich gezielt mit den unterschiedlichen Rasenproblemen auseinandersetzen und deren Betreiber ihre jeweiligen Erfahrungen weitergeben. Auch Händler, die sich auf Produkte aus dem Gartenbereich spezialisiert haben, teilen häufig ihre Erfahrungen in der Rasenpflege mit den Kunden. Über die jeweiligen Rasendünger informieren professionelle Produktberichte.

Hier werden die Angaben des Herstellers unter die Lupe genommen und auf Authentizität geprüft. Zusätzlich ermöglichen viele Onlinehändler das Bewerten der gekauften Produkte. Dies erfolgt fast immer über ein Punktesystem, häufig aber auch in Form von Kommentaren. Insbesondere bei diesen finden sich oft Hinweise aus den persönlichen Erfahrungen der Kunden mit dem Artikel, die ein Berater im Laden in der Fülle nicht bieten kann.

Der Besuch eines Baumarkts oder Gartencenters ist für einige Menschen ein umfassendes Einkaufserlebnis. Sie lieben es, zu stöbern, den Wagen zu füllen und ein ausgiebiges Fachgespräch mit dem endlich gefundenen Verkäufer zu führen. Für andere wiederum ist dieses Szenario der reinste Stress, der nur noch vom Ein- und Auspacken der Waren übertroffen wird. Gerade für letztere stellt der Kauf übers Internet eine wahre Erleichterung dar. Der Onlinekauf bietet nicht nur die Chance, bequem und intensiv zu recherchieren, sondern häufig auch ein umfangreicheres Angebot mit oft attraktiven Angeboten. Außerdem werden die Waren an die Wunschadresse geliefert – im Zweifel also auch in den Schrebergarten.

Insgesamt ist der Kauf übers Internet also mit vielen Vorteilen verbunden, die im Grunde nur durch die Freude am Baumarktbesuch selbst übertroffen werden können.

Wissenswertes und Ratgeber zu Rasendüngern

Obwohl die Menschen bereits seit vielen Jahrtausenden ihre Ernteerträge durch Düngen erhöhen, sind die genauen biologischen, chemischen und physikalischen Hintergründe erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt. Im Folgenden haben wir für Sie im Rahmen unseres Rasendünger Tests einige interessante Informationen zusammengetragen.

Die Geschichte des Rasendüngers

Rasen1Erste Berichte über das Düngen stammen aus der Zeit der Minoer. Diese streuten bereits um die Zeit 3000 vor Christi tierische und menschliche Fäkalien auf die Felder und erhöhten so durchaus effizient ihre Ernteerträge. In der Folgezeit erkannten die Römer und Kelten den positiven Einfluss von calciumhaltigen Rohstoffen. Sie nutzten Mergel und Kalk als Dünger.

Viele Jahrhunderte später, ungefähr in der Zeit um 1840, klärte der Chemiker Justus von Liebig, welche Stoffe genau sich positiv auf das Wachstum von Pflanzen auswirkten. Er identifizierte die Elemente Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) beziehungsweise deren Verbindungen als die Stoffe, die das Pflanzenwachstum wesentlich voranbringen.

In der Folge begann die Suche nach möglichen Quellen für die benötigten Nährstoffe. Als sehr ergiebig erwies sich das überwiegend aus Südamerika eingeführte Guano. Ein natürliches Gemisch, das unter anderem aus verschiedenen Phosphaten und Nitraten besteht. Es entsteht, wenn die Ausscheidungen von Seevögeln auf kalkhaltiges Gestein treffen. Aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit forschte man jedoch weiter nach Möglichkeiten, Nitrat als Stickstoffquelle künstlich herzustellen.

Neudorff 00139 Azet Rasendünger, 20 kgEin erster Schritt erfolgte mit dem 1910 patentierten großtechnischen Haber-Bosch-Verfahren, das die Herstellung großer Mengen Ammoniak erlaubt. Dieses wurde zur Produktion von stickstoffhaltigen Düngern genutzt und findet auch in dem 1927 von dem Norweger Erling Johnson entwickelten Odda-Prozess Anwendung. Mit diesem werden stickstoff- und phosphathaltige Dünger hergestellt.

In den nächsten Jahrzehnten führten die großen Erfolge beim Düngemitteleinsatz verbunden mit der wachsenden Weltbevölkerung zu einem starken Anstieg in der Produktion mineralischer Dünger. Dies änderte sich erst, als die umweltschädlichen Wirkungen durch Überdüngung bekannt wurden. Im Gegensatz zu den natürlichen Düngemitteln, deren Nährstoffe erst von Bodenorganismen freigesetzt werden müssen, gelangen die Kunstdünger direkt zum Verbrauch in den Boden, was häufig zu einem Überangebot an Nährstoffen führt. Ungefähr seit Mitte der 1980er Jahre geht der Verbrauch an mineralischen Düngern zurück.

Zahlen, Daten und Fakten rund um den Rasendünger

Cuxin Rasendünger Spezial Minigran 20kgDünger werden weltweit in der Landwirtschaft zur Steigerung von Erträgen eingesetzt. Hinzu kommen privat eingesetzte Dünger in heimischen Haushalten und Gärten. Um die Jahrtausendwende lag der weltweite Verbrauch von Düngemitteln bei insgesamt 141,4 Millionen Tonnen.

Im Ländervergleich wurden die ersten drei Plätze in aufsteigender Reihenfolge von Indien (18,4 Millionen Tonnen), den Vereinigten Staaten (19,9 Millionen Tonnen) und China (36,7 Millionen Tonnen) eingenommen. Deutschland belegte mit einem Verbrauch von drei Millionen Tonnen Platz 6.

Bei der Herstellung von Düngemitteln belegten ebenfalls die Vereinigten Staaten (9,4 Millionen Tonnen), Indien (10,6 Millionen Tonnen) und China (23,6 Millionen Tonnen) die ersten drei Plätze. Deutschland erreicht hier Platz 14 und gehört damit zu den führenden Anbietern in Europa.

In fünf Schritten zum perfekten Rasen

Den Grundstein für eine schöne Rasenfläche können Sie bereits bei der Aussaat Ihres Rasens legen.

Je besser Sie den Boden vorbereiten und je sorgfältiger Sie den Rasen nach der Aussaat behandeln, desto mehr Freude werden Sie langfristig an Ihrer Grünfläche haben.

Der perfekte Zeitpunkt für die Aussaat des Samens liegt im Spätsommer (August/September) oder im Frühjahr (März/April), da der Boden dann ausreichend warm ist. Keinesfalls sollte der Rasen während des Hochsommers ausgesät werden.

Was Sie ansonsten noch bei der Neuanlage Ihres Rasens beachten sollten, haben wir in unserem Rasendünger Test 2017 in fünf Schritten zusammengefasst.

  • 1. Den Boden vorbereiten
  • 2. Den Boden planieren
  • 3. Den Rasen aussäen
  • 4. Den Rasen regelmäßig gießen
  • 5. Den Rasen mähen
Einige Wochen vor der Aussaat wird der Boden entweder mit einem Spaten umgegraben oder mit einem Kultivator (Sauzahn, Tiefenlüfter) bearbeitet. Letzterer hat den Vorteil, dass nur die oberste Erdschicht aufgelockert wird und der Rest des Bodens seine natürliche Zusammensetzung behält.

❗Hinweis❗: Falls der Mutterboden aus dem Aushub stammt, ist es empfehlenswert, ihn schon einige Monate vor der Aussaat auf die Fläche auszubringen. Auf diese Weise hat er genügend Zeit, sich vor der Auflockerung wieder zu einer einheitlichen Bodenmasse zu verbinden.

Nach dem Auflockern werden Steine, Unkräuter und Wurzeln entfernt. Nun ist auch der richtige Zeitpunkt, den Boden zu untersuchen und gegebenenfalls unterstützende Maßnahmen zu ergreifen: Schwere Böden, die lehm- oder tonhaltig sind, werden durch das Einarbeiten von Torf und Sand durchlässiger für Wasser und Luft, während bei trockenen, sandigen Böden eine Mischung aus Torf und Kompost die Struktur des Bodens verbessert. Außerdem sollte der pH-Wert des Bodens bestimmt werden und bei einer Übersäuerung Kalk gegeben werden. Anschließend wird der Boden begradigt, wobei eine Holzlatte gute Dienste beim Ausgleichen von Unregelmäßigkeiten leisten kann, und mit einem Rechen geebnet. Sobald alle dieser Vorarbeiten abgeschlossen sind, muss der Boden für ein bis zwei Wochen ruhen.

Für die Aussaat sollte der Boden möglichst feinkrümelig sein, was vor allem durch den Einsatz einer Gartenfräse erreicht werden kann.

Abschließend werden wieder Unebenheiten ausgeglichen und die Oberfläche erneut mit dem Rechen begradigt.

Bei der Aussaat ist es wichtig, dass das Saatgut gleichmäßig ausgebracht wird. Kompromisse, die hier gemacht werden, zeigen sich spätestens beim Keimen des Grases. Eine sehr gute Möglichkeit zum gleichmäßigen Ausbringen des Saatguts besteht in der Verwendung eines Streuwagens oder – bei kleineren Flächen – eines Universalstreuers. Beide Streuhilfen sollten an einem windstillen Tag und mit einer gleichmäßigen Schrittgeschwindigkeit genutzt werden.

Nach dem Ausbringen der Samen werden diese mit dem Rechen leicht in den Boden eingearbeitet und im Anschluss der Boden sehr behutsam mithilfe einer Walze geglättet. Hierbei darf nicht zu viel Druck ausgeübt werden, damit der Boden nicht zu sehr verdichtet. Ansonsten führt die nachfolgende Bewässerung des Rasens unter Umständen zu einem Abtragen des Düngers.

Im ersten Monat nach der Aussaat muss der Rasen regelmäßig vorsichtig gewässert werden.

Hier muss sehr achtsam vorgegangen werden, damit das Saatgut und auch die Keimlinge nicht vom Wasser fortgespült werden.

Sobald das Gras eine Höhe von knapp zehn Zentimetern erreicht hat, kann der erste Schnitt erfolgen.

Achten Sie hierbei auf hinreichend scharfe Messer, die das Gras nicht aus dem Boden reißen, und kürzen Sie die Halme maximal auf eine Restlänge von fünf Zentimetern. Später kann das Gras auch auf bis zu vier Zentimeter gekürzt werden.

Häufige Fragen und Antworten (FAQ)

❓  Was kostet ein Rasendünger?30 kg Rasendünger mit Langzeitwirkung (4 x 7,5 kg-Vorteilspack) mineralisch oganisch

Die Preise für einen Rasendünger hängen unter anderem von der Verpackungsgröße, der Zusammensetzung und eventuellen Zusatzstoffen wie ab. Im Durchschnitt werden sie für Preise zwischen zwei bis fünf Euro pro Kilogramm angeboten.

❓  Welche Verpackungsgrößen gibt es?

Die Verpackungsgrößen der Rasendünger reichen von 250 Milligramm über fünf Kilogramm bis hin zu 30 Kilogramm.

❓  Worin unterscheiden sich organische, mineralische und organisch-mineralische Dünger?

  • Organische Dünger
  • Mineralische Dünger
  • Organisch-mineralische Dünger
Organische Dünger bestehen ausschließlich aus organischen, das heißt auf natürlichem Weg entstandenen Rohstoffen. Die enthaltenen Nährstoffe müssen zunächst von den Bodenorganismen freigesetzt werden. Daraus ergibt sich bei organischen Düngern eine natürliche Langzeitwirkung und erhöhte Bodenaktivität. Rohstoffe für organische Dünger sind beispielsweise Hörner, Schafdung oder Kompost.
Mineralische Dünger werden industriell hergestellt und wirken sofort. Sie bieten eine schnelle Hilfe bei akuten Problemen. Nachteil dieser Kurzzeitwirkung ist, dass die überschüssigen Nährstoffe in der Erde verbleiben. Stickstoff wird dann schnell aus dem Boden ausgewaschen und gelangt in das Grundwasser. Bestandteile von mineralischen Düngern sind beispielsweise Ammoniumnitrat, Diammoniumhydrogenphosphat und Kaliumchlorid.
Organisch-mineralische Dünger bestehen aus natürlich entstandenen und künstlich hergestellten Komponenten. Damit wird sowohl eine Kurzzeitwirkung erreicht als auch eine Langzeitwirkung sichergestellt.

❓  Welche Vorteile bietet ein Streuwagen?

Gardena 433-20 Comfort StreuwagenAn einem Streuwagen lassen sich in der Regel die Streuöffnung und die Streubreite einstellen. Dadurch ergeben sich sehr definierte Ausgabeöffnungen und daraus resultieren auch feste Ausgabemengen. Solange das Streugut eine einheitliche Größe mitbringt und die Ausbringung in einer definierten Geschwindigkeit erfolgt, gewährleistet ein Streuwagen eine besonders gleichmäßige Verteilung des Streuguts.

❓  Kann jeder Dünger mit einem Streuwagen verteilt werden?

Die überwiegende Zahl der Rasendünger lässt sich problemlos mit einem Streuwagen oder auch einem Universalstreuer verteilen. Ausschlaggebend sind die Größe des Granulats und die Zusammensetzung des Düngers. Optimal sind Pellets oder Granalien, die aus einem Gemisch der Wirkstoffe hergestellt wurden. Sollten die Rohstoffe einzeln eingebracht sein, sollten ihre Größen übereinstimmen, damit sie die Öffnung des Wagens gleichmäßig passieren können.

❓  Wie bestimme ich die Streumenge des Düngers?

Es gilt, eine bestimmte Streumenge pro Quadratmeter zu ermitteln. Um ein genaues Ergebnis zu erreichen, sollte eine Fläche von mehreren Quadratmetern genutzt werden. Bequem, um einfach zu rechnen, ist eine Fläche von zehn Quadratmetern. Diese wird auf einer zum vollständigen Abfegen geeigneten Fläche abgesteckt und gegebenenfalls mit einer Folie unterlegt.

Anschließend wird mit dem Streuwagen in einer bestimmten Stufe und Geschwindigkeit das Streugut ausgebracht und die Streumenge gewogen. Damit lässt sich die gestreute Menge pro Quadratmeter berechnen.

WOLF-Garten Universal-StreuwagenNützliches Zubehör für Rasendünger

Da es sehr wichtig ist, den Dünger gleichmäßig zu verteilen, sind vor allem auf großen Flächen Streuwagen eine hervorragende Hilfe. Diese Wagen verfügen über eine Öffnung an ihrer Unterseite, über die der Rasendünger ausgebracht wird.

Über verschiedene Einstellmöglichkeiten, die Öffnung der Auslassfläche und gegebenenfalls die Streubreite, lässt sich eine definierte Menge Dünger auf einer bestimmten Fläche verteilen. Bei einer konstanten Schrittgeschwindigkeit kann der Dünger auf diese Weise höchst akkurat verteilt werden.

Für kleinere Flächen bietet sich statt eines Streuwagens ein Universalstreuer an. Dieser wird in der Hand über die Rasenfläche getragen und verteilt den Rasendünger mithilfe einer rotierenden Scheibe direkt unter dem Auslass recht weiträumig über die zu düngende Fläche. Auch hier empfiehlt es sich, die Schrittgeschwindigkeit konstant zu halten. Sehr praktisch ist, dass sich mit den Streuwagen und Universalstreuern in der Regel auch anderes Streugut ausbringen lässt.

Alternativen zum Rasendünger

Eine gute Alternative zum gekauften Rasendünger besteht darin, selbst einen Rasendünger aus Brennnesseln herzustellen. Dazu benötigen Sie folgende Utensilien: eine verschließbare Regentonne (10 Liter) gefüllt mit Regenwasser, einen Jutesack und Brennnesseln (500 Gramm). Die Brennnesseln werden in den Jutesack und darin in die mit Wasser gefüllte Regentonne gegeben. Anschließend wird die Tonne dicht verschlossen und erst nach 14 Tagen wieder geöffnet.

Achtung: Der Geruch ist eine Herausforderung. Heben Sie vorher ein Loch im Boden aus, in dem Sie den Sack mit den vergärten Brennnesseln vergraben können. Der Brennnesselsud wird zum Düngen verwendet und durch anschließendes Wässern bis zu den Wurzeln geleitet.

Beim Mulchen verbleibt das klein geschnittene Gras nach dem Mähen auf der Rasenfläche und gibt beim Verrotten eine kleine Menge der aufgenommenen und gespeicherten Nährstoffe an den Boden zurück. Mulchen ist allerdings streng genommen keine Alternative, sondern eine Ergänzung zum Rasendünger. Eine ähnliche Wirkung hat Herbstlaub, das über den Winter auf der Rasenfläche verbleibt.

Weiterführende Links und Quellen

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